Mauritius – wo die Sonne sich andersherum dreht

Trauminsel im indischen Ozean

Mitten im indischen Ozean liegt die Trauminsel Mauritius. Etwa  800km östlich von Madagaskar. Nächster Nachbar ist die etwa gleichgroße Insel la Reunien, die nur ca 160 km entfernt liegt. Bis zur ostafrikanischen Küste sind es gut 2000 km. Mauritius ist nur 64 km lang und 47 km  breit und hat somit die Ausmaße von Hamburg mit seinen Vororten. Fast 70% der 1,2 Millionen Einwohner sind indischer Abstammung, davon ¾ Hindus und ¼ Muslime 25% sind Christen die zu 80% afrikanisch, monegassisch und 10% europäischer Herkunft sind. Sieht man sich diese Zahlen an wird einem sofort klar dass Mauritius multikulturell ist.  Die kulturelle Vielfalt ist faszinierend. Man findet Moscheen sowie buddhistische und hinduistische Kirchen. Zur Einreise brauchen Deutsche Staatsangehörige einen gültigen Reisepass und eventuell eine Gelbfieberimpfung, wenn ihr vorher in einem Gelbfiebergebiet gewesen seid. Neben dem Tourismus ist der  Anbau von Zuckerrohr wichtigster Wirtschaftszweig. Auf 50% der Insel wird Zuckerrohr angebaut und 90% davon exportiert.

Ganzjährig angenehmes Klima

Was macht diese Insel für uns Mitteleuropäer so interessant? Mauritius hat ganzjährig ein angenehmes Klima. In unserem Sommer herrscht auf Mauritius Winter. Dennoch findet man bei 25 °C  Lufttemperatur und Wassertemperaturen von 22-24°C beste Voraussetzungen für einen Badeurlaub. In unserem Winter gibt es auf Mauritius so etwa 30°C und hin und wieder etwas Regen.Von September bis November ist die trockenste Zeit. Ich empfehle unbedingt 3 Standorte, wenn man die ganze Insel erkunden möchte. Nach der Ankunft auf dem Flughafen, der im Osten der Insel liegt, würde ich unbedingt ein paar Tage in Blue Bay bleiben. Hier gibt es kleinere gute Hotels und Appartements. Auf Grund der Nähe zum Flughafen muß man hier mit etwas Fluglärm rechnen.

Blue Bay

Die Blue Bay bietet beste Schnorchelbedingungen. Es gibt viel bunte Fische zu bestaunen, aber auch Seeigel, also lieber Badeschuhe anziehen und Achtung vor den harmlos aussehenden, aber gefährlichen  Kegelschnecken. Größter Ort, an der sonst dünn besiedelten Ostküste ist Mahebourg.  Eine gemütliche koloniale Kleinstadt mit  17.000 Einwohnern.Sehenswert ist hier der Marktplatz nahe des Busbahnhofs und der Uferpromenade. Auch das national historic Museum lohnt einen Besuch. Rund um die Blue Bay gibt es fantastische Strände mit Puderzuckersand und türkisblauem Wasser. Meine Empfehlung :  Point d`Esny – traumhaft. Von der Südostküste, hier herrscht in unserem Sommer immer ein frischer Wind , kann man einen schönen Ausflug zu den Rochister Falls machen. Die etwa 30 km hohen Wasserfälle sind teilweise (von Roche aus ) ausgeschildert, aber dennoch nicht ganz einfach zu finden. Nach etwa 2 km Fahrt durch Zuckerrohrfelder geht man noch einen kleinen steilen Weg zu Fuß. Am Ende trifft man auf ein Wasserbecken in den die Rochester Falls, über kantige Steine herunter stürzen. Wer sich traut kann hier hochklettern und rein springen.

Rochester Falls

Riesenschildkröten

Auf dem Rückweg von den Wasserfällen kann man einen Abstecher in das La Vanille Reserve des mascareignes maurice machen. Dies ist ein kleiner Tier und Pflanzengarten. Attraktion sind die hundert Jahre alten Riesenschildkröten, die sich auch gerne füttern lassen. Es ist ein netter Spaziergang durch ein, von Bächen durchzogenes, Tal. Unbedingt Mückenspray einpacken.

Halbinsel Le Morne

Nach ein paar Tagen an der Ostküste ist es Zeit zum Weiterfahren. An Mauritius Südwestspitze befindet sich die Halbinsel Le Morne mit ihrem 556m hohen Felsbrocken Le Morne Brabant. Einige große Hotels wie da St. Regis, das Beachcomber, das Lux Le Morne und die beiden RIU Hotels Le Morne + RIU Creole befinden sich an diesen schönen Küstenstreifen. Einen richtigen Ort gibt es in der dünn besiedelten Region der Insel nicht, dafür aber hervorragende Bade- und Schnorchelmöglichkeiten, da das Meer hier sehr ruhig ist fürs Fernreisen mit den Kindern geeignet. Auf dem Weg nach Flic en Flac, meine zweite Station auf Mauritius mache ich einen Abstecher in den Black River Gorges Nationalpark Rast. Ich möchte mir die Siebenfarbige Erde (Terres du Couleurs) und die Chamarel Wasserfälle ansehen. Ein wahres Naturschauspiel. Neben diesen beiden Attraktionen bietet der Nationalpark viele Möglichkeiten zu langen und kurzen Wanderungen. Feste Schuhe und Regensachen  sind auf jeden Fall ein Muss.

Siebenfarbige Erde

Flic en Flac

Am Abend erreiche ich Flic en Flac. Die Umgebung hat sich im Vergleich zum  Südost deutlich verändert. Es ist hier viel touristischer. Von Flic en Flac bis Wolma. zieht sich ein endlos scheinender Sandstrand. Man findet unzählige Essenswagen am Strand. In Wolmar gibt es viel schöne und teure Hotels wie Hilton, La Pirogue, Sugar Beach, The Sandals und das Sofitel.  Alle bieten Luxus, ansprechende Architekturen oder eigene tropische Gärten.In Flic Flac gibt es aber auch viele günstige und einfachere Häuser. Mir erscheint die Gegend  im Großen und Ganzen ärmlicher als der Osten. Highlight für mich ist die Surferbucht Tamarin. Anfänger und Fortgeschrittene haben hier, wegen des fehlenden Korallenriffs zu jeder Jahreszeit beste Surfbedingungen. Der Strand ist hier allerdings wenig spektakulär.

Surferbucht bei Tamarin

Port Luis

Von Flic en Flac aus ist es nicht weit in die Hauptstadt Port Luis. Hier herrscht eine multikulturelle Atmosphäre. 170000 Chinesen, Araber, Inder, Afrikaner und Europäer leben und arbeiten hier nebeneinander. Es ist eine quirlige und lebhafte Stadt. Am Hafen befindet sich der Canden Waterfront Komplex. Im Mittelpunkt steht das 5* Hotel Labourdonnais Waterfront Hotel und rundherum Shoppingarkaden, Snackbuden, Restaurants, Bars,  Luxusgeschäfte und 2 Kinos. In Port Luis findet man auch das Blue Penny Museum. Ein Briefmarkenmuseum in dem die beiden weltberühmten blaue und rote Mauritius ausgestellt sind. Highlight im Zentrum der Stadt ist der Central Market. In den, unter Denkmalschutz stehenden Markthallen findet man neben Obst und Gemüse auch  Handwerkskunst, Leder, Taschen, Souvenierschnickschnack und einen Foodcorner  mit vielen landestypischen Snacks.

 

Tamarind Falls

Wer noch ein wenig Lust auf Bewegung hat kann sich auf die ca 4 Std. Wanderung zu den Tamarin Falls begeben. Man fährt mit dem Auto bis Henrietta. Am Busbahnhof wird man schon von den Wanderführern erwartet. Gemeinsam mit dem Guide kann man dann 4 der insgesamt 7 Wasserfallstufen hinunterklettern und natürlich ein erfrischendes Bad nehmen. Der Weg ist teilweise glitschig und steil. Deshalb unbedingt Wanderschuhe anziehen.

 

Der Norden

Nach ein paar Tagen an der Westküste will ich noch sehen, was die Natur zu bieten hat. Ich gehe in den größten Ort Grand Baie. Hier reiht sich ein Traumstrand an den anderen, Troux aux Biches, Moin Choissy, Pointaux Piments…. Mein Favorit ist Moin Choissy. Relativ ruhig mit vielen schattenspendenden Filabäumen hat man tolle Bade – und Schnorchelmöglichkeiten. Hotels gibt es hier nur eins, den Club Med ganz am nördlichem Ende. Im Sommer 2018 wird er gerade renoviert. Ansonsten ist diese Bucht nahezu unbekannt. Grand Baie ist sicher einer der am stärksten bekannten und touristischsten Orte. Dennoch haben die Mauritier es geschafft, dass Grand Baie ein sehr hübscher Ferienort ist, wo man sich wohlfühlt. Es werden unzählige Ausflüge auf das Meer und diverse Wassersportmöglichkeiten angeboten. Sehenswert ist die Kunstgalerie in Helene de Senneville oder der Botanische Garten in Pampelmouse. Mauritius ist nicht sehr groß. Dennoch sollte man 2-3 Wochen einplanen wenn man viel sehen, erleben und aktiv sein möchte. Wer mit dem Auto unterwegs ist sollte etwas Zeit einplanen um sich an den Linksverkehr zu gewöhnen. Das Autofahren ist machbar. Allerdings wird viel gehupt, ständig überholt und oft muss man friedlichen, streunenden Hunden oder umherziehenden Kühen oder Ziegen ausweichen.

Ich kann Mauritius jedem empfehlen der Natur, Strand, Wasser und nette Menschen mag.

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