Apulien-auf dem Absatz kehrt machen

Mein ganz persönlicher Geheimtipp

Apulien, der Absatz Italiens ist ein absoluter Geheimtipp.

Die Zeit scheint hier stehen geblieben zu sein. Malerische Gassen, einzigartige Architektur und kulinarische Köstlichkeiten machen diese Region zu etwas ganz Besonderem.

Wir starten unsere Reise in der bedeutenden Hafen- und Universitätsstadt Bari, gut zwei Flugstunden von Deutschland entfernt und fahren erst einmal Richtung Norden, auf die Halbinsel Gargano.

Gargano

Der sogenannte Sporn des Stiefels. Wir durchqueren einen großen Nationalpark, den Forest Umbra. Hier gibt es ganz viel unberührte Natur zu erleben. Neben Buchen, Eichen und Ahorn findet man hier etwa 60 % der europäischen Orchideenarten.

Toller Ausblick

Aber auch unzählige Wildtiere kann man hier beobachten. Wir fahren weiter bis zur letzten Spitze des Sporns, nach Vieste. Das ehemalige Fischerdorf liegt auf einem felsigen Vorsprung und ragt weit ins Meer hinein. Der Ortskern hat noch einen wunderschönen, mittelalterlichen aber auch einen neuen, modernen Teil.

Wer surfen mag, findet hier beste Voraussetzungen. Wir haben aber jetzt erst mal Lust auf noch mehr Kultur, verlassen den Sporn und fahren in südlicher Richtung nach Matera. Matera zählt zu den ältesten Städten der Welt und wurde für 2019 zu Europas Kulturhauptstadt gewählt. Beim Laufen durch die felsige Altstadt bewundern wir die Höhlenwohnungen, die noch bis in die 50er Jahre bewohnt waren. Nicht umsonst zählt diese Stadt zum UNESCO Weltkulturerbe.

Trulli Dorf

Auf dem Weg zurück an die Küste kommen wir nach Alberobello. Besser bekannt als das „Trullidorf“.

 

Zipfel soweit das Auge reicht

Überall wo man hinschaut sieht man diese kleinen Zipfelhäuschen. In einigen findet man kleine Läden, mit apulischen Köstlichkeiten oder Töpferkunst. Aber auch zum Übernachten werden die kleinen Häuschen, die von innen durchaus sehr geräumig sein können, angeboten. Eine Nacht im Trullo sollte man sich nicht entgehen lassen. Hier ist es auch im Hochsommer angenehm kühl. Hier geht es ins Trullidorf

Unser Trulli

Nach so viel Kultur brauchen wir eine Abkühlung. Also „Tutti a mare“ wie der Italiener sagt. Ab ans Meer!

Wir fahren an die Ostküste. Die ganze Ostküste Apuliens grenzt an das Adriatische Meer und ist durchzogen von vielen kleinen, sandigen aber auch steinigen Buchten. Traumhafte Bademöglichkeiten im kristallklaren Wasser. Unbedingt die Schnorchelausrüstung mitnehmen!  Nach einer Abkühlung im Meer ist unser nächster Stopp die Barockstadt Lecce. Die barocke Fassade der Basilika Santa Croce ist wohl die berühmteste der Stadt und wer Florenz kennt, dem wird schnell klar, warum Lecce auch Florenz des Südens genannt wird.

 

Am tiefsten Punkt der Hacke

Jetzt sind wir schon fast ganz unten am Absatz angekommen. Bevor wir nach Santa Maria die Leuca fahren, machen wir noch eine kleine Pause in Otranto und besuchen das imposante Schloss mit den Festungsmauern und seinen gewaltigen Türmen.

Straße in Santa Maria

Santa Maria die Leuca ist der südlichste Punkt Apuliens. Hier, wo wir von unzähligen Buchten mit hellem Sand und smaragdfarbenem Wasser umgeben sind treffen das Adriatische und das Ionische Meer aufeinander! Nach einem langen Tag am Meer kann man den Abend im Zentrum von Leuca ausklingen lassen. Hier treffen wir neben zahlreichen Straßenkünstlern auch auf fliegende Händler. Bis spät in die Nacht kann man hier in Pubs oder kleine Fischrestaurants direkt am Wasser sitzen und auf das Meer schauen.  Wo abends noch der Graffitimaler seine Kunstwerke anfertigt können wir am nächsten Morgen über den Wochenmarkt schlendern und neben allerlei Schnickschnack auch viele einheimische Produkte kaufen. Es riecht nach Käse, Obst, Fisch und Olivenöl.

 

Bezauberndes Gallipoli

Das nächste Highlight auf unsere Reise ist die wirklich bezaubernde Stadt Gallipoli. Die Altstadt thront auf einer kleinen Insel, die mit einer Brücke aus dem 17. Jahrhundert mit dem Festland verbunden ist.

Entspannen auf einem Katamaran

Sie ist noch komplett von Festungsmauern aus dem 14.Jahrhundert umgeben.  Es ist ein Erlebnis hier abends einfach nur herum zu schlendern oder auf der Piazza ein Gelato zu essen. Für den großen Hunger gibt es unzählige kleine Restaurants mit einheimischer Küche. Da dürfen die Öhrchennudeln, die Orecchiette nicht fehlen. Natürlich gibt es hier auch überall die Möglichkeit sich mit diesen Köstlichkeiten für zu Hause einzudecken. Zum Abschluss unserer Reise wollen wir uns jetzt noch einmal aufs Wasser begeben.

 

Es ist wunderbar Delphin zu sein

Nach all den tollen Eindrücken an Land wollen wir einen Tag auf einem Katamaran entspannen. Ganz früh morgens gehen wir in den kleinen Yachthafen von Tarent und merken schnell, so klein ist er gar nicht. Nur ein paar Leute kommen mit uns auf das Schiff und wir fahren weit hinaus. Kristallklares Wasser, Sonne und Salz auf der Haut lassen uns träumen. Ganz plötzlich, wie aus dem Nichts sind wir von einer großen Schule Delphinen.

Delphine fast zum Anfassen

 

So nah, dass man sie anfassen kann. Es scheint, als würden Sie mit dem Katamaran um die Wette schwimmen. Sie tauchen auf und ab und springen munter durchs Wasser. Der Anblick dieser bezaubernden Tiere lässt die Herzen aller an Bord höher schlagen.

Morgen geht unser Flug von Bari zurück nach Deutschland- aber eins ist sicher ich würde am Liebsten auf dem Absatz kehrt machen und zurück kommen nach Apulien.

 

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