Stockholm-Stadt auf 14 Inseln

Schwedens schöne Hauptstadt

Stockholm in 24 Stunden und immer klingt Dancing Queen von ABBA einem im Kopf. Schon im Flughafengebäude wird  man von den  VIP´s,  die Schweden hervor gebracht hat, begrüßt. Die Königsfamilie, Astrid Lindgren, Björn Borg, Henning Mankell, Greta Gabor und natürlich ABBA.

„Stockholm ist der Traum eines jeden Stadtplaners. Alles funktioniert. Alles sieht gut aus.“ – Unbekannt

Die Anreise

Es gibt mehrere Möglichkeiten vom  Arlanda Flughafen aus in die Innenstadt Stockholms zu gelangen. Der Flughafen liegt ca. 37km nördlich von Stockholm entfernt. Die schnellste Möglichkeit ins Zentrum von Stockholm zu kommen ist der 200 km/h schnelle Arlanda Express, der für die Fahrt je nach Einstiegsort nur 18 bzw. 15 Minuten benötigt, kostet dafür allerdings 260 SEK ca.32.-€ one way.

Ich entscheide mich für den Flygbussarna. Hier kann ich bequem am Airport einsteigen und am Hauptbahnhof wieder aus. Hin und zurück kostet er nur 27,50€, allerdings braucht er auch fast 40min. Der öffentliche Nahverkehr ist vorbildlich. Die U-Bahn Stationen sind sauber und hell ausgeleuchtet, die Wegweiser sind leicht und verständlich zu lesen. Wir haben selten länger als 3 Minuten auf einen Zug gewartet. Man fühlt sich zu jeder Zeit sicher.

Wir checken im Connect City ein, was für einen kurzen Aufenthalt ok ist, für länger sind die Zimmer einfach zu klein. Das Hotel liegt auf der Stockholmer Insel Kungsholmen nur 400m zu nächsten U-Bahnstation(Fridhemsplan).

Tag 1

Ab jetzt sind 24 Stunden  Stockholm und dabei volle Konzentration auf die innerstädtischen Sehenswürdigkeiten angesagt. Wir beginnen mit dem Stockholmer Stadthaus, wo früher die Nobelpreisverleihung stattfand und heute aus Platzgründen  aber nur noch zum Bankett geladen wird.  Das beeindruckende Gebäude mit seinem charakteristischen Turm liegt wunderschön direkt am Wasser. Leider haben wir die Turmbesteigung wegen des doch sehr eisigen Windes ausgelassen. Es muss bestimmt eine fantastische Aussicht sein, dort oben.

Gamla Stan

Wir gehen weiter zur ältesten Sehenswürdigkeit Stockholms: Die Altstadt „Gamla Stan“ mit einem der weltweit besterhaltenen historischen Stadtkerne. Verwinkelte Gässchen mit Läden für Kunsthandwerk und Antiquitäten sowie zahlreiche Galerien und gemütlichen Cafés laden zum Flanieren und Verweilen ein. In Gamla Stan befinden sich außerdem das Königliche Schloss und die große Domkirche Storkyrkan.

Gamla Stan-Altstadt

Das Schloss bzw. das königliche Stadtschloss, entstand in der ersten Hälfte des 18.Jahrhunderts, nachdem ein verheerender Brand 1697 den Vorgänger weitestgehend vernichtet hatte. Schade wie ich finde, denn das heutige Gebäude ist nur ein einfacher quadratischer barocker Klotz, das ursprüngliche soll ein wahres Märchenschloss gewesen sein, ich bin eben romantisch.

Hier geht es zu den Hotels in Gamla Stan

Neben der Rüstkammer, die Geschichte des schwedischen Königreichs und der Schatzkammer,  die als ständige Ausstellung im Schloss zu bewundern  ist,  ist sicherlich auch der zackige Wachwechsel auf dem Schlossplatz ein Hingucker für viele Schwedenbesucher. Mir tun die armen Jungs leid, die so brav in der Kälte ausharren müssen, bis sie abgelöst werden.

Unseren ersten Tag schließen wir mit der großen Domkirche Storkyrkan, ab. Sie befindet sich nur wenige Meter vom Schloss entfernt. Die Anfänge der Kirche gehen bis ins 13.Jahrhundert zurück. Die Domkirche zählt zu den ältesten Gebäuden in Stockholm, da sie von dem Brand verschont geblieben ist.

Hungrig und doch ziemlich durchfroren kehren wir im Linguini ein. Ein toller Italiener in Vasastaden. Pflicht ist es, unbedingt vorher zu reservieren, denn es ist ein sehr kleines süßes Kellerlokal, mit wenigen Plätzen. Das Personal ist sehr nett und hilfsbereit. Die Karte bietet eine relative kleine Auswahl an Vorspeisen, Pasta-, Fleisch-sowie Fischgerichte.

Tag 2

Am nächsten Morgen,  wollen wir gut gestärkt nach einem ausgiebigen Frühstück,  Stockholms Museen einen Besuch abstatten. Wir entscheiden uns für das wohl meistbesuchte, das Vasa Museum und für das Nobel Museum.

Die Vasa Museum ist das weltweit einzige verbliebene Schiff aus dem 17. Jahrhundert. Mit über 95 % erhaltener Originalteile und einer Verzierung aus Hunderten von geschnitzten Skulpturen ist die Vasa ein einzigartiger Kunstschatz. Am 10. August 1628 setzte das imposantes Kriegsschiff Segel, um aus dem Stockholmer Hafen auszulaufen: die gerade fertiggestellte Vasa, benannt nach dem Wappen der regierenden schwedischen Königsdynastie Vasa.

Vasa Museum-Kriegsschiff

Um diesem feierlichen Ereignis Nachdruck zu verleihen, wurden Salutschüsse aus den Kanonenpforten entlang der Schiffsseiten abgefeuert. Als sich das mächtige Schiff langsam der Hafeneinfahrt näherte, wurde es plötzlich von einer Windböe erfasst. Nach einer zweiten Böe kenterte das Schiff. Wasser drang durch die offenen Kanonenpforten ein. Die Vasa sank bis auf Grund. Mindestens 30, vielleicht sogar 50 der 150 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Genau 333 Jahre später erblickte die Vasa wieder das Tageslicht.

Im Nobel Museum erfährt man alles über den Nobelpreis, die über 800 Nobelpreisträger von 1901 bis heute und natürlich über Alfred Nobel den Erfinder des Dynamits u.a. In seinem Testament verfügte er, dass Personen, die sich in den Bereichen Physik, Chemie, Medizin, Literatur und Frieden durch besondere Leistungen hervorgetan haben, alljährlich an den Erträgen seines Vermögens teilhaben sollen. Die Verleihung des Nobelpreises war geboren.

Fazit

Eine Stadt wie Stockholm bietet eine große Vielfalt von Sehenswürdigkeiten

Das “Venedig des Nordens“ , wie Stockholm genannt wird, weil sich die Stadt auf über 14 Brücken verteilt, die mit Brücken verbunden sind, ist eine pulsierende Metropole mit fantastischem Freizeitangeboten. Theater, Klubs und Diskotheken. Schicke Bars und Restaurants sorgen für ein tolles Nachtleben. Stockholm ist schick, hip, lebendig, toll zum Shoppen, aber wahrscheinlich doch  all das eben nur im Sommer. Der Winter ist kalt und viel zu dunkel.  Genau deshalb ist diese Stadt ganz bestimmt eine Wiederholung wert. Im  Frühling 2013  war die langersehnte Eröffnung des ABBA  Museums. Das muss ich mir unbedingt noch ansehen denn dann hört man sie wieder die „Dancing Queen“.

Lust auf Stockholm !

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